Aggressionen – Psychologie, Ursache und Umgang Wie sie entsteht und wie Du konstruktiv mit ihr umgehen kannst

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Die Psychologie der Aggression

Die Psychologie der Aggressionen erklärt, dass diese starke Kraft immer dann in Dir entsteht, wenn Du willst, dass etwas anders ist, als es ist – es beim Erreichen dieses Zieles aber Schwierigkeiten gibt. Dein Körper erzeugt in so einem Fall dann die antreibende Energie Aggression, um Dir zu helfen, Dein Ziel zu erreichen. So weit, so gut.

Das kann wirklich nützlich sein, wenn ich einen Sack Zement im ersten Anlauf nicht heben konnte oder sogar auch, wenn es Schwierigkeiten beim Aufbau meines Business‘ gibt. In solchen Fällen ist die Kraft der Aggressionen also etwas Positives, das zu nutzen sich äußerst lohnt.

Ein Problem entsteht erst, wenn Du möchtest, dass Dinge anders sind, die Du nicht verändern kannst. Wenn Dein Ziel also unerreichbar ist. Es ensteht ein sinnloser Kampf. So, als wenn Du versuchen würdest, ein Haus oder einen Bulldozer wegzuschieben. Wahnsinnig viel Kraftaufwand – null Ergebnis.

Und vor allem – ein völliges Übermaß an Aggression in Dir. Was wiederum recht unangenehm ist und Dich möglicherweise gleich den nächsten Versuch in Sachen Haus wegschieben unternehmen lässt. 

Merker: Aggression eine Energie, die Dir helfen soll, Dein Ziel zu erreichen – und damit etwas Positives. Ein Problem entsteht erst, wenn das Erreichen Deines Zieles unmöglich ist.


Ohne es wirklich zu merken, setzen wir uns recht oft unerreichbare Ziele, denn leider, leider befinden sich relativ viele Dinge außerhalb unseres Machtbereiches. Die beiden wichtigsten Gruppen bilden hier: 

  1. sämtliches Verhalten anderer Menschen
  2. alle Ereignisse in der Vergangenheit 

Wenn Du magst, lass Dir das auf der Zunge zergehen: Das Verhalten anderer Menschen liegt außerhalb Deines Machtbereiches. Zumindest außerhalb Deines direkten Machtbereiches, denn am Ende kontrolliert Dein Gegenüber sein Verhalten natürlich selber. Du musst also immer ihn oder sie überzeugen, sich anders zu verhalten. Aber wenn er nicht will, will er nicht. Du kannst möglicherweise Einfluss nehmen, aber Du hast keine Macht.

Dass wiederum die Ereignisse der Vergangenheit außerhalb Deines Machtbereiches liegen, wird Dir bestimmt schnell einleuchten. Am lustigsten wird es dann natürlich, wenn ich versuche, das vergangene Verhalten anderer Menschen zu beeinflussen. Und das tut Dein System, oft. Immer, wenn Du Dich über etwas oder jemanden ärgerst, passiert es. Unbewusst willst Du, dass es anders gewesen wäre, dass der Andere anders gehandelt hätte.

Es entstehen Aggressionen in Dir. Dein Körper will Dir dabei helfen, Dein Ziel zu erreichen. Nur leider ist es nicht erreichbar. Du kannst genau so wenig das Verhalten anderer Menschen in der Vergangenheit ändern wie Du ein Haus mit bloßer Hand verschieben kannst. Das einzige Ergebnis ist, dass Du eine bohrende Wut verspürst, einen kleinen heißen Feuerball direkt über Deinem Magen hast. 


Die Psychologie der Aggressionen sagt: Wenn Du keine Lust auf diesen Feuerball hast bleibt Dir nur eine Wahl: Erkenne Deine Machtlosigkeit an. Das ist, wenn man so richtig sauer ist, gar nicht so einfach. Denn Aggressionen verengen Deine Wahrnehmung, sie machen etwas mit Deinem Gehirn. Blind vor Wut. Auch das ist von der Biologie so gedacht. Aggressionen erzeugen einen gewissen Fanatismus in Dir. Es zählt nur noch das eine Ziel, alles andere ist vergessen.

Das macht Sinn, wenn ein Säbelzahntiger Dich angreift, aber nicht, wenn Du Dich über das (vergangene) Verhalten eines anderen Menschens ärgerst. Deshalb brauchst Du in diesem Moment eine ganz klare und ruhige Selbstführung. Du brauchst Deine männliche Energie. Stell Dir ganz strukturiert folgende drei Fragen: 

  1. Was genau will ich gerade anders haben als es ist oder war? 
  2. Wann genau hat diese Sache stattgefunden?
  3. Habe ich Macht darüber, wie diese Sache ist oder war? 
  4. Kann ich vollkommen anerkennen, dass ich keine Macht darüber habe? 

Das klingt total banal, aber ein aggressionsverseuchtes Gehirn hat es oft gar nicht so leicht, diese Fragen wirklich differenziert zu beantworten. Stelle Dir die Fragen innerlich, lies sie Dir quasi vor. Führe Dich in die Antworten, erlaube nicht der Aggression, zu führen. Bleibe ganz eng bei der Sache, beim Wortlaut der Frage. Ein aggressionsverseuchtes Gehirn neigt zum Schwafeln und unkonkret sein.


Ob Du es wirklich geschafft hast, vollkommen anzuerkennen, dass Du über diese Sache keine Macht hast, merkst Du an einer deutlichen Erleichterung in Deinem Körper. Du kannst nach vorne schauen, Du kannst loslassen.

Dies ist nur ein Teil dessen, was es über die Psychologie der Aggression zu wissen gibt. Zum Beispiel gibt es sie auch auch als Folge eines Mangels an Liebe, Nahrung oder Schlaf. Ein Artikel zu diesen weiteren Aspekten und einer detaillierten Beschreibung des Umgangs mit Aggression ist in Planung. Wenn Du den Blog abonnierst, bekommst Du immer Nachricht, wenn ein neuer Artikel online ist.


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